JAAPI: Barrierefreiheit für Java-Anwendungen

Immer mehr Desktop-Anwendungen setzen auf die Java-Plattform auf. Um die Standard-Ergonomieanforderungen für Windows-Anwendungen zu erfüllen, ist es wichtig, dass es während der Programmentwicklung keinerlei Zugangshindernisse gibt.

Frühere Versionen des Java API hatten keine eigene Unterstützung für Accessibility und Hilfsgeräte, sodass Java-Produkte zum Beispiel für viele sehbehinderte Benutzer unbrauchbar waren. Um dieses Problem zu lösen, entwickelte Sun Microsystems das Java Accessibility API (JAAPI). Mit dem JAAPI können Unterstützungstechnologien auf Informationen der GUI-Komponenten zugreifen und ermöglichen damit eine alternative Darstellung und Kontrolle von Java-Anwendungen.

Accessibility, also Zuänglichkeit, besteht in der Java-Plattform aus vier grundlegenden Elementen:

  • JAAPI: ermöglicht eine Art Vereinbarung zwischen einer Java-Anwendung und der Unterstützungstechnologie (wie Screenreader-Software oder Braille-Anzeigegerät).
  • Java Accessibility-Dienstprogramme: Damit können Informationen aus einer Anwendung erfasst und für die Anzeige mit Spezialgeräten weiterverarbeitet werden. Mit ihnen können Unterstützungstechnologien komponentenspezifische Ereignisse überwachen und zusätzliche Informationen über das GUI erhalten, zum Beispiel die momentane Mausposition oder, welches Fenster gerade aktiv ist.
  • Java Access Bridge (JAB): Das wichtigste Element, um unter Windows Barrierefreiheit in der Java-Plattform zu ermöglichen. Es wurde in J2SE 1.3 eingeführt.
  • Java Foundation Classes (JFC): Dies ist eine Bibliothek von GUI-Komponenten, in welche JAAPI vollständig implementiert ist.

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